Yin Yoga und warum es Körper und Geist so gut tut!

Viele Menschen finden durch das körperliche Yoga Üben wieder in ihre Urgeschmeidigkeit. Nebst Gewinn von Stabilität, Beweglichkeit und Körperbewusstsein versteht sich diese alte, indische Philosophie jedoch nicht als reine „sportliche Betätigung“. Durch regelmässiges Integrieren von Meditation und Atemübungen, verhilft sie dem Schüler, zu seinem warhen Kern zu finden. Auf diesem spirituellen, stetigen Weg lassen sich wunderbar die Herzensqualitäten Mitgefühl und Gleichmut so wie einen friedlichen Geist erlangen. Auch ich ruhe seit meiner stetigen Praxis viel mehr in mir und gewichte weniger, was andere von mir denken.

Yin & Yang

Die beiden aus dem Daoismus stammenden Begriffe Yin & Yang sind zwei gegendsätzliche, jedoch sich ergänzende Kräfte. Das Yang beschreibt das Männliche, Aktive, Heisse, Bewegende, das wir in den Yogastilen Vinyassa und Power Yoga finden. Das Yin steht für das Weibliche, Passive, für die Hingabe und das Ruhige, das sich im Yin Yoga wieder findent.

Yin Yoga

Das Yin Yoga fand seinen Ursprung im indischen Hatha Yoga und der chinesischen Taoistischen Philosophie. Paulie Zink verband in den 1970er diese beiden Elemente als Gegenpol zu all den Yang lastigen Stilen. Im Yin Yoga werden die Asanas lange 3 – 5 Minuten gehalten und dadurch die Gelenke gestärkt und die Bänder gedehnt. Nicht nur steigert sich das Wohlbefinden des Körpers, auch erfährt der Geist eine ungemeine Ruhe, Erdung, Konzentrationssteigerung und durch langes Üben, verschwinden Ängste und Sorgen. Die von der chinesischen traditionellen Medizin bekannten Energiebahnen, die sogenannten Meridiane werden durch diese unterschiedlichen Körperhaltungen stimuliert und die Energie zum fliessen gebracht. Jedem Organ werden neben seiner wichtigen Körpertätigkeiten auch psychoemotionale Komponenten zugesprochen. So lässt sich wunderbar mit dem wieder ins Gleichgewicht bringen von Energie unterstützend an bestimmten Themen arbeiten.

Praxis

In unserer hektischen Zeit nimmt die Suche nach beruhigenden Massnahmen immer mehr zu. Auch ich bin so zum Yin gekommen. Meine Karoussel-Gedankenspiralen, Zerstreutheit, innere Unruhe, immer wiederkehrenden Sorgen, Ängsten, haben mich ans Yin Yoga herangeführt und es nun mittlerweile sooo sehr lieben gelernt. Es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick, denn es forderte Übung, so lange die einzelnen Asanas zu halten und dabei nicht zu verzwatzeln. Aber es ging schnell, dass ich mich immer wohler fühlte.

Die Yin Yoga Pionirin Sarah Power formuliert drei wichtige Schrittte:

  • Die eigenen Grenzen finden: Spüre wie weit Du bei den unterschiedlichen Haltungen gehen kannst. Auf einer Skala von 1-10 sollte es nicht mehr 6 sein, das bedeutet, Du solltest nicht so weit gehen, bis es schmerzt, sodern eine gewisse Herausforderung spüren und dann stoppen, Vergisse nicht, Du bleist nachher für 3-5 Minuten in dieser Haltung.
  • In Stille Verweilen. Nicht nur der Körper bleibt ruhig während dieser Minuten, sondern versuche auch den Geist zu beruhigen, spüre in Dich rein, konzentrier Dich auf Deinen Atem. Beobachte Dich, Deine Bedürfnisse, versuch jedoch ihnen nicht nachzugeben, ausser es überkommen Dich wahre Schmerzen.
  • Als Anfänger beginne mit 1-2 Minuten und später steigere das Halten der Asanas auf 3-5 oder 5-10 Minuten.

Du wirst sehen, es ist eine unglaublich wohltuende Yoga Art und Du wirst sie bestimmt auch sehr bald so lieben wie ich!

Im untenstehenden Video habe ich Dir eine Lungen-Meridian Sequenz aufgenommen, nicht in bester Qualität (Übung macht den Meister) aber ich Dich denke, Du kommt trozdem mit. 🙂

Über ein Feedback, wie Du damit zurcht gekommen bist, würde ich mich sehr freuen!

Viel Spass und alles Liebe,

Thea